TRAVEL GUIDE: Edinburgh & die schottischen Highlands

3 Tage in Edinburgh – Der Beginn meiner Europareise

Sonntag, 4:00 Uhr – der Wecker klingelt, der Rucksack ist gepackt und ich habe noch mindestens 10x kontrolliert, ob ich mein Interrail-Ticket auch wirklich dabei habe. Die Reise, die wir über Monate geplant hatten, wurde nun Realität. Europa, wir kommen! Erster Stop – Edinburgh.

Die Anreise:
Auch wenn wir eine Interrailreise geplant haben, entschieden wir uns dazu, die erste und die letzte Strecke zu fliegen. Dies haben wir vor allem so gemacht, weil wir so mit unseren Reisetagen am besten hinkamen und die Route so am einfachsten umsetzbar war.
Gefunden haben wir unseren Flug auf skyscanner.de, eine Plattform die ich nur empfehlen kann, wenn ihr auf der Suche nach günstigen Flügen seid. Die Worte günstig und Flug in einem Satz lassen es schon vermuten, wir sind ab Bremen mit Ryanair nach Edinburgh geflogen. Für die kurze Strecke (eine knappe Stunde Flugzeit) völlig in Ordnung.

In Edinburgh angekommen, haben wir den Airport Bus zum Hauptbahnhof genommen. Kleiner Tipp: Wenn ihr erst später in eure Unterkunft könnt, gibt es dort die Möglichkeit eurer Gepäck abzugeben. Mit 12£ zwar nicht ganz günstig, aber mit dem Rucksack auf dem Rücken hätte ich auch nicht lang durchgehalten.

Die Unterkunft:
Ja, wir sind dreieinhalb Wochen mit dem Zug durch Europa gereist. Ja, wir sahen zumindest so aus wie Backpacker. Und ja, wir hatten nicht unglaublich viel Geld. Dennoch haben wir uns den Luxus gegönnt und eine AirBnb Wohnung gebucht. Für uns alle kam ein Hostelzimmer mit Fremden nicht unbedingt in Frage und ein privates Zimmer ist häufig sogar teuerer, als der Airbnb Preis durch 4 Personen geteilt.

Groß war die Wohnung zwar dennoch nicht, aber um uns selbst zu zitieren, “sehr süß”. Klein aber fein trifft es wohl ziemlich gut!
Eine wirklich sehr gemütliche Atmosphäre, was gerade bei dem häufig doch eher ungemütlichem Wetter in Edinburgh doppelt punkten kann. Und trotz der geringen Größe bietet sie alles, was man für einen Städtetrip braucht. Die Lage und das Preis-Leistungs-Verhältnis waren optimal. Ihr müsst euch nur dadrüber im Klaren sein, dass es zu viert auch mal eng werden kann. Dennoch würde ich wieder diese Wohnung wählen und kann sie euch nur empfehlen!


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Auch ich erhalte dabei 15€, aber ihr könnt später genauso Leute einladen. Also kein Bloggerbonus!


 

Sightseeing:
Tag 1:
Da zwischen unserer Ankunft in Edinburgh und dem Einchecken in der Wohnung noch einige Stunden lagen, starteten wir direkt vom Hauptbahnhof aus mit unserem Programm und machten uns zu Fuß auf den Weg in Richtung New Town.

Scott Monument
Der erste Stop ließ nicht lange auf sich warten, denn schon bei der nächsten Ampel trafen wir auf das Scott Monument. Ein Denkmal zu Ehren des schottischen Dichters und Schriftstellers Sir Walter Scott. Das Monument ist 63m hoch und man soll eine sehr schöne Aussicht über die Stadt haben, wenn man die 287 Stufen bis zur Spitze erklommen hat. Wir haben die 5£ Eintritt allerdings für uns behalten und sind nur für ein kurzes Foto angehalten.

Adresse: E. Princes St Gardens
Preis: 5£ Eintritt

Circus Lane
Nach einem kleinen Snack bei Prêt à manger steuerten wir unser erstes wirkliches Ziel in New Town an – die Circus Lane.
Als ich Ausflugsziele in Edinburgh gesucht habe, bin ich im Zusammenhang mit New Town immer wieder auf diese Straße gestoßen. Und wer jetzt genauso wie ich im ersten Moment eine Straße mit modernerer Architektur erwartet, den muss ich enttäuschen. Wobei, das ist das falsche Wort. Enttäuschend war die Circus Lane ganz und gar nicht, nur eben nicht modern.
Edindburghs Neustadt ist nämlich gar nicht so neu, wie der Name vermuten lässt. Auch dieser Stadtteil ist bereits im 18. Jahrhundert entstanden.
Trotzdem kann ich die Circus Lane nur empfehlen. Es ist eine kleine, wirklich süße Wohnstraße, wo sich neben uns auch kein Tourist hin verirrt hat. Also sogar eher ein lohnenswerter Geheimtipp!

Adresse: Circus Lane
Preis: kostenlos

 

Stockbridge Foodmarket
Ganz in der Nähe findet außerdem jeden Sonntag von 10 bis 17 Uhr der Stockbridge Foodmarket statt. Frisches Obst und Gemüse, süße Backwaren, Traditionsgerichte verschiedener Länder, zum Beispiel Paella oder aber auch Scottish Eggs – hier wird jeder fündig!

Adresse: 1 Saunders St
Preis: kostenlos

Dean Village
Durch die Dean Gardens gelangt ihr entlang des Water of Leith zu dem Dean Village. Eine sehr schöne Strecke für einen kleinen Spaziergang an dessen Ende das Dean Village mit seinen wunderschönen Gebäuden wartet.

Adresse: Dean Village
Preis: kostenlos

 

Noir Coffee
Zwar haben wir im Dean Village schon ein “Päuschen” eingelegt, aber da ich die vorige Nacht dank Erkältung nicht geschlafen habe, brauchte ich dringend eine Stärkung.
Auf dem Weg Richtung Old Town sind wir an dem Café Noir Coffee vorbeigekommen und entschieden uns, diese Stärkung hier einzunehmen. Definitiv die richtige Entscheidung! Leckerer Kaffee und noch viel leckererer Kuchen – besonders die Brownies kann ich empfehlen!

Adresse: 1 Palmerston Place
Preis: €€-€€€

Grassmarket
Da unser Airbnb jeden Moment bezugsfertig war, machten wir uns langsam wieder auf den Weg Richtung Bahnhof, nutzten die Strecke aber, um schon einmal einen Blick in die Altstadt zu werfen.
Der Grassmarket liegt am Fuße des Edinburgh Castles und war früher einmal ein Marktplatz. Heute sind hier kleine Geschäfte und Pubs zu finden.

Adresse: Grassmarket
Preis: kostenlos

Victoria Street
Auch in der Victoria Street findet ihr kleine Shops, die sich in der kleinen Straße in bunten Häusern befinden. Selbst wenn man nicht shoppen möchte, definitiv einen Besuch wert!

Adresse: Victoria Street
Preis: kostenlos


Verschaffe dir einen Überblick!
Diese und noch weitere Locations, welche wir leider nicht besucht haben, findet ihr hier gesammelt bei
Google Maps!


Tag 2:
Highlands und Loch Ness Tour
Wenn ihr schon einmal in Schottland seid, gehört eine Highlands Tour irgendwie dazu! Wir haben sie über “Get your guide” gebucht und waren damit auch recht zufrieden. Auch wenn wir einen Teil der Tour verschlafen haben, lag dies sicherlich nicht am Guide, welcher schon fast zu begeistert und ausführlich gesprochen hat, sondern eher an unserer völligen Übermüdung. Denn wer viel sehen will, muss früh aufstehen! Die Highlands Tour, welche auch einen Stop am Loch Ness beinhaltet, startet morgens gegen 8 Uhr und dauert insgesamt ca. 12 Stunden.

Unseren ersten Stop legten wir in Callandar ein. Hier gab es die Möglichkeit die ersten Highland Souvenirs zu shoppen und die berühmten Highland Rindern vom Nahen zu betrachten. Sogar gleich eine ganze Familie, inklusive Nachwuchs, gab es hier zu bestaunen! Übrigens, wer die Hörner eines Highland Bullen berührt, so sagt man, gewinnt an Fruchtbarkeit 😉

Begleitet von schottischer Musik und einigen Anekdoten des Guides ging es weiter durch die unendliche Natur der Highlands. Durch den straffen Zeitplan konnten wir das meiste zwar nur durch die Fenster des Busses bestaunen, aber für einen kurzen Stop reichte es dann doch. Allerdings war dieser Stop wirklich nur sehr, sehr kurz, was ich im Nachhinein doch sehr Schade finde. Richtig genießen konnte man die Zeit daher nicht, trotzdem war es ein tolles Erlebnis, inmitten der Highlands zu stehen!

Etwas mehr Zeit hatten wir dafür am sagenumwobenen Loch Ness. Wer möchte, kann hier auch eine Bootstour über den See machen. Wir haben uns dagegen entschieden. Und wenn ich ganz ehrlich bin, so umgehauen hat mich Loch Ness nicht. Ich weiß nicht, ob es einfach bessere Orte gibt, um sich das ganze aunzuschauen oder ob es doch daran liegt, dass man den Hauptgrund für die Bekanntheit dieses Sees nicht antreffen wird – Nessi. Natürlich ist es ein sehr großer See umgeben von toller Natur und es war auch schön, einmal dort gewesenen zu sein, aber ich habe nicht unbedingt das Bedürfnis, nochmal zurückzukehren.
Die Higlands selbst dagegen würde ich gerne nochmal besuchen und dann vielleicht auch für ein paar Tage mehr.

Der Ausflug hat sich also defintiv gelohnt und man konnte einen guten Eindruck gewinnen. Stellt euch aber darauf ein, dass ihr die meiste Zeit im Bus verbringen werdet, denn anders wäre es gar nicht Möglich solch eine Strecke an einem Tag zu bewältigen.

Adresse: Highland Explorer Tours, 60 High St
Preis: ca. 55€

Tag 3:
Calton Hill
Wie ihr in den folgenden Reiseposts bestimmt noch bemerken werdet, ich bin ein absoluter Fan von Aussichtspunkten. Kein Weg ist zu weit, für eine schöne Aussicht über die Stadt!
In Edinburghs Fall ist der Weg aber gar nicht so weit. Gleich zwei, beziehungsweise eigentlich sogar drei Aussichtsmöglichkeiten liegen direkt hinter dem Hauptbahnhof.
Der erste Aussichtspunkt, welcher auch mit der wenigsten Anstrengung verbunden ist, ist der Calton Hill. Ihr könnt selbst wählen, ob ihr knappen 100 Meter des Calton Hills über einen Fußgängerweg oder eine Treppe erklimmt. Oder ihr macht es wie wir, auf der einen Seite hoch und auf der anderen wieder Runter. So könnt ihr auch beide Aussichten genießen.
Neben der tollen Rundumsicht über Edinburgh befindet sich hier außerdem das St. Andrews House, National Monument, Nelson Monument, Old Observatory House, City Observatory und eine portugiesische Kanone.

Adresse: Calton Hill
Preis: Kostenlos

National Museum of Scotland
Da Edinburgh uns am letzten Tag nochmal deutlich machen wollte, wie verregnet es hier eigentlich sein kann, entschieden wir uns dafür, das National Museum of Scotland zu besuchen. Nicht nur das Museum selbst ist wunderschön, es bietet auch für jeden die passende Ausstellung. Wir haben nur die untere Etage besucht und selbst hier konnten wir schon zwischen Mode, Technik, Tieren und Universum wählen.

Adresse: Chambers St
Preis: Kostenlos

 

Greyfiars Kirkyard
Echte Harry Potter Fans werden es wahrscheinlich schon wissen, in Edinburgh gibt es einiges zu sehen, was im Zusammenhang mit der Geschichte steht. So ist der Greyfiars Kirkyard Namensgeber einiger Charaktere.
Auch wenn ich an dieser Stelle ein Geständnis ablegen muss, ich bin bisher noch nicht sehr tief in die Geschichte Harry’s eingetaucht, Lord Voldemort ist mir aber dennoch ein Begriff. Seinen bürgerlichen Namen “Tom [Vorlost] Riddle” hat er dem hier begrabenen “Thomas Riddle”, sowie “Thomas Riddle Junior” zu verdanken.
Auch die Namen der Charaktere “Professor Alastor Moodie” und “Minerva McGonagall” gehen vermutlich auf den Greyfiars Kirkyard zurück. Zusätzlich liegt die Straße “Potterow” ganz in der Nähe, die sicherlich auch von Bedeutung ist.

Adresse: 26A Candlemaker Row
Preis: Kostenlos

Greyfiars Bobby
Aber der Friedhof ist nicht nur Namensgeber einiger Harry Potter Charaktere, er hat noch eine weitere Geschichte zu bieten.
So soll der Skyeterrier Bobby, nach dem Tod seines Herrchens John Gray, noch 14 Jahre lang sein Grab bewacht haben, bis er letztendlich selbst verstorben ist. Zum Gedenken seiner unglaublichen Treue, existiert heute das Greyfiar Bobby Denkmal vor dem gleichnamigen Pub.

Adresse: 30-34 Candlemaker Row
Preis: Kostenlos

The Elephant House
Nun aber wieder zurück zu Harry Potter, beziehungsweise weiter zu seinem Geburtsort! The elephant house – hier hat J.K. Rowling den ersten Band verfasst. Dementsprechend voll ist es dort auch, weshalb wir für einen Kaffee weitergezogen sind.

Adresse: 21 George IV Bridge
Preis: Kostenlos

Starbucks 120 Princes Street
Ja, das meine ich ernst, Starbucks als Sehenswürdigkeit. Wobei, wenn man es genau nimmt, als Aussichtspunkt auf eine Sehenswürdigkeit.
Denn von hier aus könnt ihr den Ausblick auf das Edinburgh Castle bei einem Kaffee genießen!

Adresse: 120 Princes Street
Preis: €-€€

Edinburgh Castle
Bei dem Blick auf das Schloss sollte es natürlich nicht bleiben. Also machten wir uns nach der Pause auf den Weg hoch zu dem Edinburgh Castle. Da uns der Eintritt etwas zu teuer war, entschieden wir uns dazu, das Schloss nur von Außen anzuschauen, was sich auf jeden Fall auch schon lohnt. Und auch von hier habt ihr wieder eine schöne Sicht über Edinburgh!

Adresse: Castlehill
Preis: 18,50£

Royal Mile
Die Royal Mile setzt sich aus mehreren Straßen zusammen und verbindet das Edinburgh Castle mit dem Hollyrood Palace. Hier findet ihr außerdem weitere Sehenswürdigkeiten, wie die St. Giles’ Cathedral, viele kleine Gassen, unter anderem die berühmte Mary King’s Close, Cafés, Pubs und einige Souvenirshops. Defintiv ein Muss!

Adresse: Royal Mile
Preis: Kostenlos

The Meadows
The Meadows ist einer der größten und bekanntesten Parks von Edinburgh. Wenn es nicht gerade regnet, ist der Park sehr gut besucht und häufig auch Veranstaltungsort verschiedener Festivals. Dank der nahgelegenen Universität tummeln sich hier vor allem Studenten.

Adresse: Melville Dr
Preis: Kostenlos

Arthur’s Seat / Salisbury Crags
Der Tag endet so, wie er begonnen hat – mit einer wunderschönen Aussicht über die Stadt. Am morgen konnte uns der Regen nicht davon abhalten, den Ausblick zu genießen und am Abend konnten uns die tiefe Wolkendecke nicht daran hindern, den Arthur’s Seat zu erklimmen. Eigentlich war zwar geplant, von hier aus den Sonnenuntergang anzuschauen, aber die Sonne hat sich hinter den dicken Wolken versteckt. Trotzdem hat es sich für die Aussicht über Edinbrugh gelohnt!

Adresse: Salisbury Crags
Preis: Kostenlos


Gewinne noch mehr Eindrücke!
Hat Edinburgh dein Interesse geweckt?
Bleibe dran und erfahre noch mehr über meine Interrail-Reise!


 

Alles in allem war Edinburgh der perfekte Start für unsere Europareise. Mit seinen 256km² ist die Stadt verhältnismäßig klein, hat für einen Städtetrip aber sehr viel zu bieten. Wenn man sich ranhält und den Tagesausflug in die Highlands weglässt, kann man all die oben genannten Punkte bestimmt sogar in einem Tag schaffen. Genauso kann man sich aber auch mehrere Tage durch die Geschichte Edinburghs arbeiten.
Für mich steht fest, Edinburgh wird mich sicherlich wieder sehen!

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